Bei der Pseudoallergischen Reaktion wird die Histaminausschüttung aus der Mastzelle nicht durch eine Immunreaktion, also IgE vermittelt ausgelöst, wie bei der Nahrungsmittelallergie. Vielmehr löst das Nahrungsmittel oder der Zusatzstoff die Histaminausschüttung der Mastzelle, durch Kontakt, direkt aus. Sowohl die allergische, wie auch die pseudoallergische Reaktion entstehen durch Histamin. Sie unterscheiden sich aber in der Art und Weise, wodurch die Histaminausschüttung ausgelöst wird.
Die Beschwerden von beiden sind ähnlich, ihre Intensität kann variieren. Eine lebensbedrohliche Situation, wie ein anaphylaktischer Schock, tritt bei einer Pseudoallergischen Reaktion nicht auf.
Magen-Darm: | Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Darmgeräusche, Durchfall, Bauchkrämpfe |
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Lunge: | Bei Asthmatikern eventuell Asthmaanfall |
Haut: | Hautausschlag |
Herz-Kreislauf: | Blutdruckabfall, schneller Herzschlag, Hitzegefühl, Schwitzen |
Nervensystem: | Kopfschmerzen |
Die Glutamatintoleranz oder auch Chinagewürz- oder Chinarestaurant-Syndrom genannt, ist eine Pseudoallergische Reaktion. Bei der Glutamatintoleranz treten innerhalb von wenigen Minuten bis zu 2 Stunden nach dem Genuss von Glutamathaltigen Nahrungsmitteln die Beschwerden auf: Hitzewallungen, Schwitzen, Herzklopfen, Engegefühl im Brustkorb, Kopfschmerzen und Magen-Darmprobleme. Asthmatiker können einen Asthmaanfall bekommen. Glutamat wird als Gewürz oder Geschmacksverstärker in der chinesischen Küche verwendet, ist aber auch in Sojasoße enthalten.
Die Findung der Diagnose entspricht der der Nahrungsmittelallergie. Da die Pseudoallergische Reaktion auf Nahrungsmittel nicht IgE spezifisch vermittelt werden, ist im Blut weder das Gesamt-IgE noch das Allergen-Spezifische-IgE erhöht, der Unterschied zur wirklichen Nahrungsmittelallergie.
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